Wasser ist ein faszinierendes Element und die Grundlage allen Lebens. Wasser ist beruhigend und belebend zugleich. Eine stille Wasseroberfläche entspannt, verleitet zum Träumen, während murmelndes Plätschern eher aktivierend wirkt. Wasser verschönert jeden Garten und macht aus jeder Terrasse einen ganz besonderen Rückzugsort im Freien. Die Möglichkeiten, sich Wasser in den Garten oder auf die Terrasse zu holen, sind vielfältig und reichen vom Teich über Sprudelsteine, Holzwannen bis hin zu kleinen Wasserfällen.

Wer es natürlich liebt und einen ausreichend großen Garten besitzt, für den wäre ein Gartenteich, eine schöne Lösung. Allerdings muss man wissen, dass das kleine Ökosystem auf seine Umwelt empfindlich reagiert. Regelmäßige Kontrolle und etwas Pflege sind sinnvoll und auch schon beim Anlegen des Teichs muss einiges beachtet werden. „Zunächst einmal muss die Entscheidung getroffen werden, welche Art Teich es werden soll“, sagt Markus Lentzen, Geschäftsführer Garten- und Landschaftsbau in Bonn. Zwei Systeme gibt es, um einen Gartenteich anzulegen: Folien- oder Fertigteiche. Der große Unterschied zwischen den Systemen besteht darin, dass man beim Folienteich frei in der Gestaltung ist. Form, Größe und Verlauf können individuell festgelegt werden. Das geht beim Fertigteich natürlich nicht. Hier muss das Becken – es gibt es in verschiedenen Formen und Größen – einfach nur eingegraben werden. Ein Folienteich besteht dagegen aus mehreren Schichten, die ins Erdreich eingearbeitet werden. Zunächst wird auf den Teichboden eine Sandschicht aufgetragen, danach wird ein Schutzvlies gelegt, bevor schließlich die Teichfolie folgt.

Diese Wasserwand wurde aus Cortenstahl (Edelrost) gefertigt und verleiht jedem Garten eine ganz besondere Note. Ab 649,99 Euro, primrose-garten.de
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Ein sanftes Plätschern wirkt sehr beruhigend. Dieser elegante Wasserfall-Brunnen, der sowohl in Innenräumen als auch outdoor eingesetzt werden kann, garantiert das schöne Geräusch. Er ist mit einer warmweißen Lichtleiste ausgestattet. 179 Euro, depot-online.com

„Hat man sich für ein Teichsystem entschieden, so ist die richtige Platzierung wichtig“, betont Markus Lentzen. Soll der Teich Tiere anlocken, sollte er nicht direkt neben der Sitzecke liegen. Ein ruhiges Plätzchen wird von Amsel, Frosch und Co. bevorzugt. Damit das Wasser im Sommer nicht zu sehr aufheizt, aber die Pflanzen trotzdem Sonnenlicht erhalten, empfiehlt es sich, den Teich im Halbschatten anzulegen. Schilf sieht nicht nur schön aus, sondern eignet sich auch gut als Schattenspender. Ein Platz unter Laubbäumen ist nicht sinnvoll, da deren Blätter ins Wasser fallen und es dann verunreinigen können. Auch Seerosen spenden mit ihren großen schwimmenden Blättern Schatten und halten so das Wasser kühl.

Pflanzen sehen im und rund um den Teich wunderschön aus und sorgen gleichzeitig dafür, dass das empfindliche ökologische Gleichgewicht gehalten wird. Wasserpflanzen wirken wie Kläranlagen. Sie filtern zunächst die Nährstoffe für sich heraus und entziehen damit den Algen die Lebensgrundlage. Um das Wasser sauber zu halten, eignen sich gut Binsen (Juncus), Froschlöffel (Alisma), Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis), Igelkolben (Sparganium erectum), Wasserschwertlilie (Iris) oder Schwanenblume (Butomus). Schilf (Phragmites) gehört auch dazu, man sollte aber nicht vergessen, dass es stark wuchert! „Beim Kauf von Wasserpflanzen muss man darauf achten, für welche Wassertiefe sie sich eignen. Jede Pflanze hat ihre eigene Wassertiefe“, verrät Marcus Kissener von Kissener’s Gartenmarkt. Die unterschiedlichen Wassertiefen müssen also vor dem Besuch eines Fachhandels ermittelt werden. Gemessen wird von der Oberkante der Teicherde bis zur Wasseroberfläche.

Dieser Kaskadenbrunnen ist ein wahrer Blickfang für Ihren Garten, Ihre Terrasse oder Ihren Balkon. Er hat drei Sektionen zum Bepflanzen und Sie können ihn ganz nach Ihrem Geschmack gestalten. Ab 129,99 Euro, primrose-garten.de

Wege und Ruhezonen prägen das Gesamtbild eines Gartens mit und auch an ihnen geht der Winter nicht immer spurlos vorbei. Unkraut muss aus den Fugen herausgekratzt und Steine und Holzplanken müssen mit einem Hochdruckreiniger vom Moos befreit werden. Natursteine liegen im Übrigen auch 2016 wieder voll im Trend, der ganz deutlich in Richtung mediterran geht. Blau ist die Farbe, mit der man im Garten Mittelmeer-Akzente setzen kann. Lavendel, Rittersporn, Hortensien und Glockenblumen zaubern südländisches Flair in Kübel und Beete. Daneben leuchtet es in allen Gelbtönen – von saftigem Zitronen- über warmes Buttergelb bis hin zu gedecktem Safran. Gelb ist die Topffarbe dieses Jahres: Sommer, Sonne, Gelb.

In den vergangenen Jahren hat sich immer mehr der Trend vom grünen Wohnzimmer durchgesetzt und auch in diesem Jahr geht es nicht nur darum, dass es schön blüht, sondern, dass Garten sowie Terrassen und Balkone bequeme Rückzugsorte unter freiem Himmel sind. Gemütliche Loungesofas sorgen mit ihren breiten Sitzflächen für Relax-Feeling. Kissen und Outdoorlampen, die genauso gut im Wohnzimmer stehen könnten, vermitteln eine anheimelnde Atmosphäre. Wichtig ist auch ein Esstisch, der sich mit wenigen Griffen in eine schöne Tafel verwandeln lässt. Harte Bierbänke, -tische und wackelige Hocker gehören nicht mehr nach draußen. Viele der neuen Möbel sind multifunktional, können ganz einfach von drinnen nach draußen mitgenommen werden. Schön und praktisch. Damit steht einem wunderbaren Sommer im Garten nichts mehr im Weg!

Artikel aus RHEINexklusiv Ausgabe Frühjahr 2020

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