Die Terrasse ist in der warmen Jahreszeit die perfekte Mischung von drinnen und draußenOutdoor-Möbel, Accessoires wie Kissen, Decken, Windlichter machen sie wohnlich und verführen zu schönen, langen Stunden im Freien. Wichtiges gestalterisches Element ist der Terrassenbelag, bei dem in den vergangenen Jahren Holz ganz stark im Trend lag. Mit Terrassendielen aus Bambus gibt es nun einen besonders haltbaren Baustoff, der die Vorteile von Holz bietet – ohne die Nachteile der Tropenhölzer zu haben. Mit Bambus als Terrassenboden muss kein Baum mehr sterben.

Bangkirai und Meranti gehören zu den Holzdielen der ersten Wahl. Sie sind robust und sorgen für eine angenehme Wohlfühlatmosphäre. Allerdings ist ihre Ökobilanz nicht unbelastet. Mit Bambus steht jetzt, was Optik, Haptik, Pflegeaufwand und Haltbarkeit betrifft, eine Alternative auf Augenhöhe zur Verfügung. Der Unterschied: Bambus ist kein Holz, sondern ein Gras, das sehr schnell wächst. Extreme Bambussorten schießen täglich bis zu einem Meter in die Höhe. Zu diesen gehört der Riesenbambus Moso ( Phyllostachys pubescens), der im Süden Chinas bis zu 30 Meter hoch werden kann. In Deutschland erreicht er aufgrund der klimatischen Verhältnisse „nur“ eine Höhe von sechs bis zehn Metern. „Diese Pflanze ist eine endlose Ressource und wird ohne Kahlschlag geerntet. Bambus bildet wie Gras ein Wurzelsystem und die Pflanze erneuert sich kontinuierlich“, sagt Markus Lentzen, Inhaber und Geschäftsführer von Garten- und Landschaftsbau Lentzen. Holzterrassen seien nach wie vor wegen ihrer natürlichen Optik sehr beliebt, räumt der Gartenspezialist ein, „doch wir arbeiten immer häufiger mit massiven Bambus Terrassendielen wie Bamboo X-Treme®, die eine echte ökologische Alternative sind“.

Optisch stehen die zertifizierten Bambusdielen X-Treme den Terrassendielen aus tropischem Hartholz in nichts nach. Sie sind jedoch wegen ihrer speziellen thermischen und verdichtenden Behandlung extrem stabil. Wegen einer besonderen symmetrischen Seitenprofilierung hat man die Wahl zwischen einem Riffelprofil und einer glatten Oberfläche. Die Farbe der Dielen wird sich im Laufe der Zeit verändern. „Das ist immer von der Witterung abhängig und wie regelmäßig sie gepflegt werden“, erklärt Lentzen. Während sie bei der Montage noch einen dunklen Braunton haben, verändert sich die Farbe wenige Monate später zu einem Mittelbraun. „Wenn man sie nicht einölt, werden die Dielen später durch die UV-Einstrahlung grau-braun (Patina), wie viele andere Holzarten auch“, so der Garten- und Landschaftsbauer.

Die Dielen werden ganz einfach mit Clips montiert, die in der seitlichen Profilierung platziert und in die Unterkonstruktionsbalken geschraubt werden. „Der große Vorteil ist, dass die Terrassendielen durch diese Art der Montage nicht durchgeschraubt werden“, erläutert Lentzen. Es entstehen keine Montageschäden und es kann kein Wasser eindringen. „Wer eine Terrasse plant oder eine vorhandene mit einem neuen Belag aufhübschen möchte, sollte sich jetzt schon von Gartenplanern oder Fachbetrieben für Bodenbeläge beraten lassen, damit die Terrasse auch pünktlich zum Frühjahr fertiggestellt ist.“ 

moso-bamboo.com

Artikel aus RHEINexklusiv Ausgabe Winter 2020

Fotos ©: LENTZEN Garten- und Landschaftsbau GmbH (2), pixabay.com